Verantwortungsvoller Umgang mit Natur und Umwelt
Der Abbau oberflächennaher Bodenschätze – darunter Ton, Schieferton und Lehm – ist grundsätzlich mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden. Diese Eingriffe sind jedoch zeitlich begrenzt, fachlich gesteuert und unterliegen strengen gesetzlichen Vorgaben. Eine sachgerechte Bewertung des Rohstoffabbaus erfordert daher eine differenzierte Betrachtung, die sowohl die Auswirkungen als auch die begleitenden Schutz-, Ausgleichs- und Entwicklungsmaßnahmen berücksichtigt.
Umfangreiche und vorausschauende Planung
Jede Abgrabung wird von einer umfassenden und in der Regel mehrjährigen Planungsphase begleitet. Bereits im Vorfeld werden zahlreiche schützenswerte Güter systematisch untersucht. Hierzu zählen unter anderem Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft sowie Tier- und Pflanzenwelt. Die erforderlichen Fachgutachten – wie Umweltverträglichkeitsstudien, geologische und hydrogeologische Untersuchungen, Emissions- und Lärmgutachten – werden durch unabhängige, qualifizierte Fachbüros erstellt. Auf dieser Grundlage werden konkrete Maßnahmen zur Vermeidung, Minimierung und Kompensation möglicher Auswirkungen entwickelt und verbindlich festgelegt.
Abbau in bestehende Nutzungsstrukturen integriert
Die Abbauflächen betreffen nahezu ausschließlich intensiv landwirtschaftlich genutzte Ackerflächen. Diese Flächen weisen im Vergleich zu extensivem Grünland oder Waldstandorten eine geringere ökologische Ausgangswertigkeit auf. Während des abschnittsweisen Abbaus entstehen temporär neue Strukturen wie offene Bodenbereiche, Böschungen oder wasserführende Senken. Solche Strukturen werden von zahlreichen Tierarten bereits während der Abbauphase als Rückzugs-, Nahrungs- oder Bruträume genutzt. Beobachtet werden unter anderem Feldhasen, Rehe, verschiedene Amphibienarten sowie auch streng geschützte Vogelarten wie der Uhu, der in Abbaubereichen geeignete Brutbedingungen vorfindet.
Rekultivierung und ökologische Entwicklung
Ein zentraler Bestandteil jedes Abbauvorhabens ist die frühzeitig geplante Rekultivierung und Renaturierung. Umfang und Art der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden bereits vor Beginn des Abbaus verbindlich festgelegt. Ziel ist es, die Flächen nach Abschluss der Rohstoffgewinnung entweder wieder einer landwirtschaftlichen Nutzung zuzuführen oder ökologisch aufzuwerten. Durch die Anlage von Gewässern, Blänken, strukturreichen Offenlandbereichen oder Gehölzflächen entstehen neue, dauerhaft nutzbare Lebensräume.
In neu angelegten Teichen und temporären Wasserflächen können sich z. B. spezialisierte und teilweise seltene Arten ansiedeln, wie etwa die Gelbbauchunke, deren ursprüngliche Lebensräume vielerorts durch Siedlungs- und Verkehrsinfrastruktur stark zurückgegangen sind. Auch nährstoffarme, freigelegte Tonböden bieten Standortbedingungen für spezialisierte Pflanzenarten, die in intensiv genutzten Kulturlandschaften kaum noch konkurrenzfähig sind. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass solche durch den Rohstoffabbau entstandenen Strukturen einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität leisten können.
Flächeneffiziente Wiederherstellung und regionale Stoffkreisläufe
Ebenfalls erfolgt die Wiederherstellung der Geländeoberfläche im Rahmen der Rekultivierung unter Verwendung von unbelastetem Bodenaushub aus regionalen Baumaßnahmen. Dadurch wird die Abgrabungsfläche nach Abschluss des Rohstoffabbaus wieder nutzbar gemacht und langfristig in den Natur- und Wirtschaftsraum integriert. Dieses Vorgehen trägt zu einer flächeneffizienten Nutzung bei, da vorhandene Abbauflächen sinnvoll für die Aufnahme und Wiedereinbindung von Bodenmaterial genutzt werden, anstatt zusätzliche Deponieflächen in Anspruch zu nehmen.
Die Verwendung von Bodenaushub aus dem regionalen Umfeld ermöglicht kurze Transportwege und unterstützt geschlossene regionale Stoffkreisläufe. Davon profitieren sowohl die Bauwirtschaft als auch die Allgemeinheit, da Entsorgungsaufwände reduziert und vorhandene Ressourcen effizient genutzt werden. Gleichzeitig führen die kurzen Transportdistanzen zu einer deutlichen Verringerung von Emissionen sowie zu einer geringeren Belastung des bestehenden Straßennetzes. Auf diese Weise leistet die Rekultivierung einen zusätzlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und ergänzt den Rohstoffabbau um einen nachhaltigen, standortbezogenen Mehrwert.
Klimaschutz und Emissionen
Die Gewinnung mineralischer Rohstoffe ist zweifelsohne mit einem hohen Energieeinsatz verbunden und verursacht CO₂-Emissionen. Gleichzeitig bilden diese Rohstoffe die unverzichtbare Grundlage für langlebige, nachhaltige Ziegelprodukte, Lehmbauprodukte, klimaeffizienten Zement und Beton und damit letztendlich für das tägliche Leben, für Wohnungs- und Städtebau, Verkehrswege, Infrastruktur. Die durch das Unternehmen gewonnen Rohstoffe werden überwiegend im Regionalen Umfeld eingesetzt und in verschiedensten Betrieben als deren Rohstoffgrundlage weiterverarbeitet. Ohne ihre Verfügbarkeit wären die Funktionsfähigkeit der öffentlichen Daseinsvorsorge, wirtschaftliche Wertschöpfung und gesellschaftliche Entwicklung nicht möglich. Eine gesicherte regionale Rohstoffgewinnung leistet daher einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität und Leistungsfähigkeit der Gesellschaft.
Das Unternehmen setzt konsequent auf einen modernen, effizienten Maschinen- und Fahrzeugpark und optimiert laufend Transport- und Betriebsabläufe zur Vermeidung unnötigen Prozessen. Wo technisch möglich, werden schon jetzt erneuerbare Energien eingesetzt. So wird die Firmenzentrale in Bünde seit Anfang 2023 vollständig durch eine Photovoltaikanlage mit regenerativ erzeugtem Strom versorgt. Eine weitere Elektrifizierung des Fuhr- und Maschinenparks wird vorbehaltich der technischen Umsetzbarkeit angestrebt.








